Schulentwicklung

Schulentwicklung an der Realschule Am Salinensee

Der Begriff "Schulentwicklung" nimmt in der pädagogischen Diskussion im Organisationsfeld Schule z.Zt. sicher einen Spitzenplatz ein. Allerdings lässt sich unter "Schulentwicklung" vieles finden - auch pädagogische Strohfeuer.

Wir sind der Überzeugung, dass Schulentwicklung den veränderten Erwartungen an Schule und Schüler/innen ebenso Rechnung zu tragen hat, wie auch den veränderten Voraussetzungen, die unsere Kinder aus Familie, Grundschule und ihrem gesamten Umfeld mitbringen.

Bis unser Weg und unser Ziel konkret und greifbar wurde, hat es über drei Jahre an pädagogischen Gesprächen in Konferenzen, Elternbeiratssitzungen, Klassenpflegschaften, Schulkonferenzen, pädagogischen Tagen und Teamgesprächen gebraucht.

Erst mit dem Pädagogischen Tag 2000 erreichten wir eine erste verbindliche Vereinbarung über unser Schulprofil: die Schulvereinbarung "Unsere Realschule Am Salinensee - Hier lern ich gern", die im Schuljahr 2007/08 überarbeitet und erneuert wurde.

Die Schulvereinbarung macht den ersten Schritt zu einem sich entwickelnden Schulprogramm, das als Leitbild den Erwerb von Lebenskompetenzen, die Befähigung zur Partizipation aller am Schulleben Beteiligter und besonders die Teamfähigkeit beinhaltet. Dazu gehören u.a. das Lernen von selbstverantwortlichem und eigenständigen Arbeiten, die Schaffung eines prozessorientierten Sozialklimas, in dem sich jeder wohlfühlen darf, die Aktivierung der Stärken unserer Kinder, die Stärkung der Konzentrationsfähigkeit d.h. Herausholen aus der Hektik und Rhythmisierung von Spannung und Entspannung, Vermittlung einer klaren Orientierung an Werten für das Leben und Arbeiten (zumindest) in der Schule, Stärkung des Leistungswillens durch Einfordern von Lern- und Verhaltensweisen, etc. Letztlich hat die Schulvereinbarung zum Ziel, die heranwachsenden Kinder zum Subjekt des Lernens und Arbeitens werden zu lassen.

Curriculum zum Erwerb von Methodenkompetenz

Bei der Schulevaluation am Pädagogischen Tag im Jahr darauf -2001- stellten wir fest: Die Schulvereinbarung soll, wenn sie wirksamer werden will, durch weitere Maßnahmen ergänzt werden:

die Erarbeitung eines verbindlichen, durchgängigen schulinternen Curriculums zum Erwerb von Methodenkompetenz von Klasse 5 bis 9
Das 5. und 6. Schuljahr legt viele Grundlagen an Verbindlichkeiten und Einforderungen unserer pädagogischen Arbeit für die folgenden Schuljahre. D.h.: Stärkung des Klassenlehrers durch organisatorische Maßnahmen in den Klassen 5 und 6. Die Förderstunde wird dem Klassenlehrer zugeteilt, um genügend Zeit für das Einbringen von Lern- und Arbeitstechniken und sozialem Lernen in den Unterricht zu haben. Der Klassenlehrer unterrichtet seine Klasse (auch fachfremd) in mindestens zwei Unterrichtsfächern (6 bis 8 Stunden).

Punkt 2 wurde bereits in den Schuljahren 2000/2001 und 2001/2002 umgesetzt und brachte positive Erfahrungen für Schüler/innen, Eltern und Lehrer/innen.

Zwischenzeitlich kamen noch weitere wertvolle Erfahrungen hinzu. Sollen Schüler/innen und Lehrer/innen im Rahmen von WVR (Themenorientierte Projekte Wirtschaften-Verwalten-Recht) erfolgreich und zielgerichtet arbeiten, muss eine Grundlage in Methoden- und Arbeitstechniken verfügbar sein. Ebenso sollen Schüler/innen der Klassen 10 bei ihrem Arbeiten und Lernen auf ein Repertoire von Lern- und Arbeitstechniken zurückgreifen können.

Am Pädagogischen Tag, 1. März 2002, erarbeiteten wir das schulinterne Curriculum zum Erwerb von Methodenkompetenz

Die ersten Impulse dazu holten wir uns beim südbadischen Lehrertag 2001 mit Heinz Klippert, sowie speziell durch sein Buch Methodentraining und durch die Realschule Pfullingen, die bereits ein solches Curriculum entwickelt hat. Schließlich haben wir uns sehr stark von den Büchern Lernkompetenz I und II der Realschule Enger inspirieren lassen.

Inhaltlicher Aufbau:

Die drei Säulen:

memkomp

1. Säule: Jeweils 5 Trainingstage in den Klassen 5 bis 9
An jedem zeitgleich an der Schule stattfindenden Trainingstag wird ein Baustein des Curriculums, der für die Klassenstufe vorgesehen ist, in die Klassen eingebracht und geübt. Vorbereitet und durchgeführt werden diese Trainingstage von den Klassenlehrern der jeweiligen Jahrgangsstufe, unterstützt von weiteren Kollegen. Im Schuljahr 2010/11 wurde das Methodencurriculum vom Kollegium inhaltlich überarbeitet.

Bitte hier klicken: Curriculum der Realschule Bad Dürrheim

2. Säule: Fachunterricht in den Klassen 5 bis 9
Von dieser Säule hängt der dauerhafte Erfolg eines solchen Curriculums ab. Im Fachunterricht sollen die an den Trainingstagen gelernten Lern- und Arbeitstechniken gepflegt und vertieft werden. Erst durch die anhaltende Auseinandersetzung mit diesen Lerninhalten ist ein nachhaltiger und langfristiger Aufbau von Methodenkompetenz möglich.

3. Säule: Förderstunden in den Klassen 5 und 6
Damit soll gewährleistet sein, dass in diesen beiden Klassen ein solides Fundament angelegt wird, auf das in der Mittel- und Oberstufe gut aufgebaut werden kann. (s.o.)